107. Geburtstag! - "Wie Daham..."

Geboren am 17. Februar 1914:
Maria Burger feiert 107. Geburtstag

Maria Burger, Bewohnerin des „Wie daham…“ Seniorenschlössls Donaustadt, hat sich Anfang Jänner mit COVID-19 infiziert. Sie hat das Virus, trotz des fortgeschrittenen Alters, sehr gut überstanden. Am 17. Februar feiert sie ihren 107. Geburtstag. Im Gespräch zeigt sich die gebürtige Villacherin stolz, dass ihre Familie „fünf Generationen“ umfasst.

So ein Geburtstag wird nicht jeden Tag gefeiert

Rund 1.250 Damen und Herren werden in den österreichweit elf „Wie daham…“ Senioren- und Pflegezentren liebevoll umsorgt – die älteste aller Bewohnerinnen und Bewohner feiert am 17. Februar 2021 im „Wie daham…“ Seniorenschlössl Donaustadt in Wien ihren 107. Geburtstag. Damit zählt sie zu den allerältesten in Österreich lebenden Menschen. Sogar die Infektion mit dem Coronavirus hat Maria Burger sehr gut, gänzlich asymptomatisch, überstanden. Die 1914 Geborene lässt im Gespräch die bedeutendsten Stationen ihres langen, erfüllten Lebens Revue passieren.

Bemerkenswerte Biografie und fünf Ururenkelkinder

So erzählt die gebürtige Villacherin von ihrer Kindheit und Jugend in Kärnten, ihrem Umzug als 17-Jährige in die Bundeshauptstadt und ihrem Mann Alois, den sie einst im Prater kennenlernte und mit dem sie knapp 60 Jahre verheiratet war. Mit Stolz verweist Frau Burger auf ihre Familie, die mit zwei Kindern, zwei Enkel-, drei Urenkel- sowie fünf Ururenkelkindern „bereits fünf Generationen“ umfasst. Die rüstige Seniorin, die erst kurz nach ihrem 101. Geburtstag im „Wie daham…“ Seniorenschlössl Donaustadt eingezogen ist, fühlt sich in ihrem Zuhause in der Ziegelhofstraße sehr wohl und genießt es, in diesem so liebevoll umsorgt zu werden. Auf die Frage, was sie zu ihrem 107. Wiegenfest sage, meinte die Jubilarin mit lächelndem Gesicht: „Ich hätte nie gedacht, dass ich so alt werde!“

Zeitreise ausgehend vom Jahr 1914

 

Mit 107 Jahren ist Maria Burger die älteste aller in den „Wie daham…“- Häusern lebenden Damen und Herren. Die Bewohnerin des „Wie daham…“ Seniorenschlössls Donaustadt, die auf ein langes, erfülltes Leben zurückblickt, lässt uns im Gespräch an ihrer interessanten Biografie teilhaben.
Erst kurz nach ihrem 101. Geburtstag ist Maria Burger im „Wie daham…“ Seniorenschlössl Donaustadt eingezogen. Die rüstige Seniorin, die immer gerne bei Veranstaltungen und Feiern im Haus dabei ist, nimmt uns im Folgenden auf eine packende Zeitreise mit, die 1914 in Kärnten beginnt:

Ich habe am 17.02.1914 in Villach durch meine Hebamme Maria Kormats das Licht der Welt erblickt und am 23.02.1914 wurde ich im Beisein meiner Taufpatin Barbara Roth von Kaplan Hans Braun in der Stadtpfarrkirche in Villach getauft. Mein Vater Lorenz Ebner, geboren am 10.01.1886 in St. Walburgen, war Stationsarbeiter bei den kaiserlich-königlichen Staatsbahnen in Villach. Meinen Vornamen verdanke ich meiner Mutter Maria (geb. Roth), die am 25.06.1882 in Paternion geboren wurde.

Kindheit in Kärnten

Getraut wurden meine Eltern am 02.07.1911 in St. Veit/Glan. Auf gewachsen bin ich mit drei Geschwistern in einer Wohnung im Stadtteil Lind in Villach. Meine jüngere Schwester Angela ist nach London gegangen und leider mit 30 Jahren verstorben. Meine ältere Schwester Erna ist nach Graz gezogen und mein Bruder Leopold ist im Villacher Stadtteil geblieben, wo wir auch später viele großartige Urlaube verbracht haben. 1931, mit 17 Jahren, bin ich nach Wien gegangen. Ich wurde bei einer überaus netten Familie aufgenommen, die mich sehr gerne hatte. Meine Tätigkeiten in der Familie waren im Haushalt zu helfen und mich um die Kinder zu kümmern.

Begegnung im Prater

Meinen Mann Alois Burger lernte ich im Prater kennen und wir heirateten am 07.10.1934. Unser erstes Kind, Sohn Alois, kam am 07.04.1935 auf die Welt. Im Jahr 1938 musste mein Mann einrücken. Er wurde nach Leningrad abkommandiert, wo er schwer erkrankte und nach Deutschland zurückgeschickt wurde. Von 1941-1946 war ich als Briefträgerin bei der Post tätig. Nach langen Jahren ist mein Gatte 1946 praktisch unversehrt vom Krieg nach Hause gekommen.

Fünf Generationen

Am 09.04.1947 ist dann unser zweites Kind, Tochter llse, auf die Welt gekommen. Mein Mann nahm 1946 eine Stelle bei den Wiener Verkehrsbetrieben an, wo er bis zu seiner Pensionierung beschäftigt war. Nach einem Schlaganfall, dem leider weitere folgten, habe ich meinen Mann 15 Jahre lang gepflegt. Von 1993, als mein Gatte mit 80 Jahren verstorben ist, habe ich bis 2015 allein in unserer 1948 gemeinsam bezogenen Wohnung gelebt. Seit 2015 wohne ich nun im „Wie daham…“ Seniorenschlössl Donaustadt und fühle mich hier sehr wohl sowie herzlich und richtig gut betreut. Durch meine Familie habe ich immer viel Unterstützung erfahren und ich darf stolz sagen, dass diese bereits fünf Generationen umfasst: Ich habe zwei Kinder, zwei Enkelkinder, drei Urenkel und fünf Ururenkel – und auf alle bin ich sehr stolz!

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