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Großartiges Projekt 28.01.2019

Eine Idee, die im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen sollte, wurde im Jänner im Wie daham… Seniorenzentrum St. Martin-Kreuzbergl umgesetzt. An zwei Terminen stellten sich insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse des Ingeborg Bachmann Gymnasiums Klagenfurt in Begleitung zweier Lehrkräfte in der Jantschgasse 1 ein, um mit 15 Bewohnerinnen und Bewohnern ein generationenverbindendes Projekt durchzuführen.

Mit Begeisterung stellten sich alle der Aufgabe, gemeinsam eine „Generationenuhr“ zu gestalten. Die Uhr aus Spanplatten ist ein Synonym für den Kreislauf des Lebens, wobei jede Viertelstunde gleichsam 25 Jahre symbolisiert. „Im Mittelpunkt der Uhr befindet sich ein Herz: Dieses bleibt immer gleich, auch wenn die Jahre voranschreiten und sich der Körper – die äußere Hülle – verändert“, so Fachsozialbetreuerin Katrin Rutter, die das Projekt seitens des Hauses begleitete.

Gedeihliches Miteinander von Alt und Jung

Den Auftakt des Vorhabens bildeten jeweils Gespräche, in denen die Jugendlichen die wichtigsten Stationen in der Biographie ihres Gegenübers in Erfahrung brachten. Es galt, herauszufinden, welche Ereignisse die Seniorinnen und Senioren zu welchem Zeitpunkt prägten und sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie heute sind. Den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten wurde vor Augen geführt, wie wichtig es ist, genau hinzuhören, auch zwischen den Zeilen zu lesen und einen Blick in die Vergangenheit zu richten, um gewisse Charakterzüge oder Eigenheiten im Alter zu verstehen.

Dass das Lied „Mit 17 hat man noch Träume“ damals wie heute Aktualität hat, zeigte der rege Austausch zwischen den im 20. Jahrhundert und den nach dem Millennium Geborenen. Denn auch die jungen Gäste gewährten persönliche Einblicke, formulierten ihre Perspektiven für die Zukunft und erklärten nicht zuletzt, was es mit Smartphone, sozialen Medien und Co. auf sich hat.

Lernen für das Leben

Im Rahmen des kreativen Teils wurde miteinander gezeichnet, gemalt und gebastelt. Herausgekommen ist ein unverwechselbares Unikat, das die Handschrift der unterschiedlichsten Persönlichkeiten trägt und nun den Speisesaal des „Wie daham…“ Seniorenzentrums St. Martin-Kreuzbergl schmückt.

Die Begegnungen der Generationen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt waren, erwiesen sich für alle Beteiligten als große Bereicherung. Die Bewohnerinnen und Bewohner freuten sich über den lieben Besuch, der Fröhlichkeit und jugendliche Frische mit sich brachte, erlebten die gemeinsame Zeit als Sinn stiftend und fühlten sich gebraucht. Die Schülerinnen und Schüler wiederum konnten neben neuen Bekanntschaften einen wertvollen Wissensschatz mitnehmen, da mit ihnen unter anderem die Erfahrungen geteilt wurden, wie schwierige Situationen zu meistern sind.

Aufgrund des Erfolgs ist es im Sinne aller, dass das Projekt schon bald eine Fortsetzung finden und wieder auf dem Stundenplan stehen soll!